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Sharing mal anders: 3 Beispiele, bei denen ebenfalls geteilt wird

Von Andreas Amstutz am 21. Dezember 2015
Auf Sharely teilt man Gegenstände, wir möchten euch aber drei Beispiele vorstellen, welche die Vielfalt der Teilen-Wirtschaft aufzeigen: Bücher, Maschinen und Rinder.

Offene Bücherschränke

In immer mehr Städten findet man offene Bücherschränke. Es sind wetterfeste Schränke, die auf öffentlichen Plätzen, vor Freibädern etc. aufgestellt und mit Bücherspenden gefüllt werden. Sie sind eine Art kostenlose Bibliothek, die für jeden zugänglich ist und von den Spenden lebt.

Ohne jegliche administrative Hürde kann sich jedermann an den Bücherschränken bedienen oder seine eigenen gelesenen Bücher dort abgeben. Niemand ist gezwungen ein Buch gegen ein anderes zu tauschen, aber generell funktioniert das Prinzip, indem geliehene Bücher wieder zurück gebracht oder gegen andere ausgetauscht werden.

So muss niemand mehr auf die Idee kommen alte Bücher wegzuwerfen, an denen andere sich noch erfreuen würden. Sie zu verkaufen ist häufig die damit verbundene Mühe nicht wert. Sie aber einfach zu einem Bücherschrank zu bringen ist unkompliziert und fördert das gemeinschaftliche Zusammenleben.

Mehr Infos: www.buecherschrank-so.ch

 

Bauern in Moutier gründen eine Maschinengenossenschaft

In der Landwirtschaft werden viele grosse und sehr teure Maschinen gebraucht, die sich nicht jeder Bauer einzeln nur für sich leisten kann oder will. Hinzu kommt das Platzproblem, solche schweren Geräte zu lagern. Im Kanton Bern wurde daher vor über einem Jahr die erste Maschinengenossenschaft für die Bauern in Moutier gegründet.

Die Maschinengenossenschaft wurde mit Hilfe der Mitgliedsbeiträge, Bankkrediten und finanzieller Unterstützung der Schweizer Berghilfe mit den ersten Maschinen ausgestattet. Die Maschinen, unter anderem ein Güllenfass und ein Mistzetter, verleiht die Genossenschaft nun an ihre Mitglieder.

Für die Bauern ist es eine grosse Erleichterung, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Sie müssen nun grosse Maschinen und auch kleinere Geräte, die sie nur ein paar Mal im Jahr brauchen, nicht mehr selbst kaufen und zusätzlich lagern, sondern können sie ganz einfach bei Bedarf leihen.

Mehr Infos: www.berghilfe.ch/de/moutier

 

Crowdbuchtering

Beim Crowdbuchtering wie es die Schweizer Webseite kuhteilen.ch anbietet, wird, wie der englische Name bereits andeutet, mit einer Gruppe gemeinsam online ein Rind gekauft, welches erst nach vollständigem Verkauf aller verwertbaren Teile vom Bauern geschlachtet wird. Alle Tiere sind ausschliesslich Bio-Rinder von Rassen, die für ihre besonders gute Qualität bekannt sind.

Vom Hüftsteak bis hin zum Fell wird alles an verschiedene Abnehmer vergeben. Die meisten Teile werden an Privatpersonen verkauft, die ihre Steaks online vorbestellen. Weniger beliebte Teile, wie Innereien oder der Ochsenschwanz werden an lokale Restaurants verkauft sowie das Fell an ein Unternehmen, das Taschen und andere Accessoires daraus herstellt. Erst wenn das ganze Rind verkauft ist, wird es geschlachtet.

Das Konzept stellt neben der Qualität für den Kunden und einem angenehmen, artgerechten Leben für die Tiere vor allem Nachhaltigkeit in der Fleischproduktion sicher. In der kommerziellen Fleischproduktion führen bestimmte Standards dazu, dass Tiere zu einem gewissen Zeitpunkt und bei einem zuvor definierten Gewicht geschlachtet werden müssen. Gibt es anschliessend jedoch nicht genügend Abnehmer, wird das Fleisch sinnlos vergeudet. Mit kuhteilen.ch soll hingegen der bewusste Fleischkonsum in der Schweiz gefördert werden.

Mehr Infoswww.kuhteilen.ch

1 Kommentar zu "Sharing mal anders: 3 Beispiele, bei denen ebenfalls geteilt wird"
  • Von Pascal Roth am 26.Dezember 2015

    Es ist doch Crowdbutchering und nicht Crowdbuchtering.

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