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Schon mal was von Carbon Capture & Storage gehört?

Von Chris von enerjoy am 20. Oktober 2021
Das Thema Umweltschutz ist riesig. Dabei ist es schwierig, den Überblick zu bewahren. In diesem Beitrag befasst sich enerjoy mit dem brand aktuellen Thema "Carbon Capture & Storage" und zeigt auch, was du persönlich zur Senkung deines eigenen CO2-Ausstosses tun kannst.

 

Unter Carbon Capture and Storage versteht man das Einfangen und Speichern von Kohlendioxid. Um im Sinne des Pariser Klimaabkommens von 2015 die durchschnittliche Erwärmung bei max 1,5 °C zu halten, sind nach Berechnungen des Weltklimarats IPCC „negative Emissionen“ – also das Entziehen von CO2 aus der Atmosphäre – unumgänglich.

Rund 20 Prozent des derzeitigen CO2-Ausstosses müssten durch negative Emissionen ausgeglichen werden. Das wären rund acht Gigatonnen (8’000’000’000’000kg) im Jahr. «Das ist hoch ambitioniert und sehr optimistisch, aber machbar», sagen Forscher*innen.

Lässt sich der Ausstoss von CO2 schon nicht vermeiden, kann wenigstens verhindert werden, dass es in der Luft bleibt – das ist der Grundgedanke dahinter. Ideen und Pilotprojekte dafür gibt es bereits.

 

Der klar beste Ansatz ist, CO2 gar nicht erst zu emittieren. Machen wir keinen Dreck, dann muss man hinterher auch nicht aufräumenwink

 

 

Aktuelle Projekte
 

Die Welt schielt nach Island. Dort filtert eine spezielle Anlage von Climeworks Kohlendioxid (CO2) aus der Luft. Am 8. September 2021 hat Climeworks Orca eingeweiht, die weltweit größte Anlage, die CO2 aus der Atmosphäre filtern und dauerhaft unterirdisch speichern kann. Sie befindet sich in der Nähe des geothermischen Kraftwerks Hellisheidi in Island und kann jährlich bis zu 4’000 Tonnen CO2 filtern – das entspricht den jährlichen Emissionen von 600 Europäern.

 

„Negative Emissionen“ – also das Entziehen von CO2 aus der Atmosphäre ist unumgänglich.

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

 

 

Das Treibhausgas wird mit Hilfe eines Spezialfilters aus der Luft abgeschieden. Nach einem von der isländischen Firma Carbfix entwickelten Verfahren, wird das Gas dann mit Wasser vermischt und in Gesteinsschichten 800 bis 2’000 Meter unter der Erde gepumpt, wo es für Millionen von Jahren bleiben soll und damit dauerhaft der Atmosphäre entzogen.

Das klingt nach einer sauberen Lösung, kann aber bis anhin nur in äusserst kleinem Umfang betrieben werden. Carbon Engineering, eine kanadische Firma, will bis 2023 sogar eine Anlage mit einer Leistung von jährlich einer Million Tonnen CO2 bauen. 

 

Diese Projekte sind definitiv ein Anfang. In der Zwischenzeit ist es wichtig, dass wir uns als Einzelpersonen ebenfalls an der Nase nehmen und zu einer nachhaltigeren Welt beitragen. Viele Menschen wollen persönlich aktiv werden und ihren Lebensstil für eine nachhaltigere Zukunft ändern.

Jedoch ist dies in der Umsetzung gar nicht so einfach. Wo gilt es anzufangen? Wo kann man am meisten bewirken?  Wie geht man am besten vor?

enerjoy schafft durch Tracking der alltäglichen Handlungen Transparenz zum eigenen CO2-Footprint und zeigt dank intelligenten Algorithmen auf, wie dieser persönlich am besten reduziert werden kann.

 

Wie fandet ihr den Gastblog von enerjoy? Lasst es uns in den Kommentaren wissenlaugh

Quelle(n): https://www.nzz.ch/wissenschaft/negative-emissionen-pilotprojekte-zur-co2-abscheidung-ld.1536894, https://www.carbfix.com/, https://www.swissinfo.ch/eng/using-swiss-technology-to-store-co2-in-iceland/46927016

1 Kommentar zu "Schon mal was von Carbon Capture & Storage gehört?"
  • Von Ivo Kuhn am 12.November 2021

    Sehr spannend!

    Danke dir, Ivo ;)

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